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Das Startup LifeTaq aus Klosterneuburg hat in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) eine roboterbasierte Maschine entwickelt, die in der Lage ist, 3D-Gewebemodelle unter kontrollierten Bedingungen vollautomatisch herzustellen. Sie soll Tierversuche in der präklinischen Forschung ersetzen. 

Vögel als Versuchstiere werden oft übersehen, weil sie im Vergleich zu Mäusen, Fischen oder Ratten nicht so häufig in Versuchen eingesetzt werden. Dennoch müssen auch viele verschiedene Vogelarten in Tierversuchen leiden. 

Das Joint Research Center der EU (JRC) ist dabei, eine multidisziplinäre Expertengruppe zusammenzustellen, um die derzeitige Verwendung von Tiermodellen und die Integration von tierfreien Ansätzen im Bereich der Herz-Kreislauf-Forschung kritisch zu bewerten. Die Arbeit soll eine umfassende Bewertung der wissenschaftlichen, ethischen und praktischen Dimensionen des Ersatzes und der Verringerung Versuchstieren in diesem Bereich ermöglichen.

Das amerikanische Unternehmen Charles River Laboratories International und das niederländische Biotechnologieunternehmen Toxys haben vor kurzem angekündigt, zum Zweck der Validierung des auf menschlichen Stammzellen basierenden In-vitro-Assay ReproTracker zusammenarbeiten zu wollen. Mit dem Assays können Entwicklungstoxizitätsrisiken neuer Medikamente und Chemikalien schnell und zuverlässig ohne den Einsatz von Tierversuchen identifiziert werden.

Ein deutsch-britische Forschungsteam hat  die bisher größte genetische Karte des menschlichen Stoffwechsels erstellt und die Auswirkungen unseres genetischen Codes auf Blutwerte wie Cholesterin und Aminosäuren untersucht. Es gelang Ihnen, ein neues Gen namens VEGFA zu identifizieren, das möglicherweise Aspekte der dichteren Form von Cholesterin (HDL) steuert. Die Befunde könnten für die Entwicklung neuer Arzneimittel zur Vorbeugung von Herzerkrankungen interessant sein.

Das NTP Interagency Center for the Evaluation of Alternative Toxicological Methods (NICEATM) hat gemeinsam mit Mitarbeitern des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) eine Anwendung entwickelt, in der Daten aus dem Human Prective Patch Test (HPPT) verwendet werden, um das Hautsensibilisierungspotenzial bei der Klassifizierung von Chemikalienbesser einschätzen zu können.

Das Johns Hopkins Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) nimmt noch bis 15. Oktober Bewerbungen für den 2025 Reduction Grant und den 2025 Humane Education Grant entgegen.

Nach Krebs ist die Sorge vor der Alzheimer und Demenz die zweitgrößte Furcht der Deutschen vor einer Erkrankung. (1) Trotz der Zulassung einer Antikörpertherapie für das Alzheimer-Frühstadium ist die Krankheit nicht heilbar. Neue Forschungsmethoden zu Behandlung der komplexe Kaskade des dramatischen Nervenzellverlusts sind dringend notwendig.

In einer Studie unter Beteiligung der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des LMU Klinikums in München haben Forscherinnen und Forscher erstmals anhand einer sehr großen Stichprobe epigenetische Marker identifiziert, die charakteristisch für die Erkrankung Depression sind. Den Ergebnissen zufolge könnte auch unser Immunsystem ein vermittelnder Faktor für die Entwicklung einer Depression sein.

Einem deutsch-amerikanischen Forschungsteam ist es gelungen, die Wirksamkeit einer Gentherapie gegen ein Symptom der seltenen Kinderdemenz „CLN2 - Batten-Syndrom“ in einem menschlichen Netzhautmodell nachzuweisen – ohne Tierversuche.